Werksprojekt Lola T165
Driver Peter Gregg -------Can-Am 1970

 

Der Lola T162 Kit von Dieter Jens war endlich mal wieder ein spektakulärerer Kit aus der späten Can-Am Zeit, dazu dank GFK leicht und konkurrenzfähig zu bauen, es mußß ja nicht immer ein 917K sein,-)))
Besonders hatte es mir die Simonez Variante angetan, aber Dieter war schneller.
Also das Web nach besonderen Fahrzeugvarianten durchstöbert!
Die Wahl viel auf einen Brumos Lola T165 mit der für Brumos Fahrzeuge häufigen Nummer 59.
Gegenüber dem Kit hatte das Vorbild ein Kurzheck und einen umlaufenden Aluspoiler.
Ein Fan von weißen Wagen bin ich eh und der weiße Lola passt dann auch gut zu meinem Brumos 911.

Nachfolgend könnt ihr dann Lesen, wie der Lola umgebaut wurde, letztendlich habe ich aus dem Kit nur die KArosserie und die Felgeneinsätze verwendet.

Also ging es an den Karosserieumbau, das Heck mußte kürzer, die Kühlöffnungen für das Getriebe müssen verlegt werden uns ein seitlicher Ölkühlerschacht mußte gebaut werden.
Das wurde erstmal angezeichnet:


Dann mit Dremmel und Diamanttrennscheibe aufschneiden.


Hinten habe ich dann mit 1mm Carbon(Gruß an Carbotec Uli) den Heckabschluß neu gestaltet.
Oben seht ihr, etwas unscharf schon die zweite Stufe des Umbaus, nachdem das Carbonheck drinnen war,
wurde oben gesägt und ebenfall ein Carbonstück eingeklebt.
Carbonteilen lassen sich am besten mit Sekundenkleber verkleben, als Spachtel kam Polysterspachtel aus dem Automobilbereich zum Einsatz. Für feinere Sachen nehme ich Holzspachtel.


Hier nochmal in schärfer von oben mit dem Ölkühlerkasten, ebenfalls zu sehen die beiden ovalen Öffnungen für die Krümmer.


Dann hieß es spachteln, schleifen, spachteln, grundieren, schleifen, grundieren.
Hier seht ihr eine grundierte und wieder geschliffene Karosserie.

Dann kommt nach der finalen Grundierung die erste Schicht Weiß II drauf.
Dann ging es erstmal daran den Heckspoiler zu dengeln.
Mit 1mm Polystrol wurde eine Schablone gebaut und die dann auf 0,3mm Blech gelegt und abgezeichnet.
Nach dem ausschneiden und entgraten mußte das dann zweimal gebogen werden, auf dem Bild seht ihr ein Blech auf dem Wagen und eins schon am Wagen hinten dran, das erst war nix, kann ja nicht immer alles beim ersten Mal klappen,-)))

Das Blech wird dann mit 21 Werksnieten Gr.2 befestigt, dafür werden 0,5mm Löcher ins Blech und dann in die Karosserie gebohrt.
Die Werksnieten werden dann mit 2K Epoxikleber eingeklebt und von innen abgekniffen.
Tja Leider ist mir der letzte Bohrer abgebrochen, neue sind aber unterwegs,-)))

Ganz kurz möchte ich noch das Chassis ansprechen, natürlich kam wieder ein Motor Modern Chassis zum Einsatz. Das MP06.2 ist aufgrund der breiten Grundplatte hervorragend für die DSC Klasse 2 geeignet.
Heute würde natürlich die Wahl auf das neue MP08.2 fallen.
Zum komplettieren fehlten dann nur noch derTechnik Kit pro und der DSC Kit 2, zusätzlich würden dann noch 15" Felgenringe verwendet.Die im Kit beiliegenden Felgeneinsätze würden Schwarz lackiert und mit Bremsscheiben hinterlegt. Das verbaute Chassis ist die LTD Version die noch über gedrehte Hülsen und einen Achhalter pro 35mm verfügt. Natürlich verläßt keine DSC Werkswagen die Hallen ohne den Werksmotorhalter pro!
Alles Dinge die das neue MP08.2 nun serienmäßig hat, die haben bei Motor Modern ganz schön an der Ausstattungsschraube gedreht!.
Die 15" JP Vorderreifen wurden vorne auf 23,5x 6mm geschliffen und versiegelt.
Hinten wurden die 15" Wiesel big auf 25,5x16mm geschliffen.

So, wenn die 0,5m Bohrer da sind gehts weiter, dann wird der Body mit Weiß II nochmals lackiert bedecalt und klargelackt!


Endlich sind auch die Bohrer da, aber zwischen durch waren noch ein paar andere Dinge zu tun,
deswegen geht es nun erst weiter:
Die Löcher waren natürlich schnell gebohrt und die Karosserie nochmals weiß lackiert, doch nicht nur das, die Seiten mußten ja noch Silber gebrusht werden, das feine Silber passt hier natürlich bestens, war blitzschnell aufgetragen und getrocknet, so konnte rasch mit dem bedecaln begonnen werden.
Gesammelt wurden die Decals aus der Restekisten und zwei Scale Design Decals die mir von Karl Janda und Dieter Jens überlassen wurden. Schön das sich die Leute bei solchen Projekten immer gegenseitig mit Decals aushelfen!
Die blaube und roten Streifen die ich als Decal hatte, erwiesen sich aber zu schmal.
Also mußte nochmals abgeklebt werden und das wo die Decals schon auf den Seiten drauf waren, ohohohoh.
Da ich in der Mitte 8mm Platz brauchte und es die Tamiya Tapes nur in 6, 10 und 18mm breite gibt, habe ich ein Stück rote(lag eben da) Werksfolie genommen und auf 8mm Breite für die Mitte zugeschnitten.
Dann kamen zwei schmaler Streifen rechts und links 8mm vom Mittelstreifen drauf.


In Fahrtrichtung rechts gab es dann eine Schicht Italienisch Rot die 10 Minuten später abgeklebt wurden, dann gab es links eine in blaue Schicht.
Decals vorne druff und trocknen lassen, so ist dann aus einem eigentlich weißen Wagen ein Auto geworden, das mit vier verschiedenen Farben doch recht aufwendig lackiert wurde.


Ostersonntag ist Klarlacktag, damit es sich lohnt werden bis dahin aber noch zwei Nascars und der LML Mazda fertiggemacht!

So nun haben wir September, das Projekt ruhte also, aber gut Ding will weile haben, ausserdem mußte am Werk angebaut werden, der Platz war einfach zu eng.
Mittlerweile ist der Body klargelackt und die Scheibe eingezogen, diese ist anders als die Bausatzscheibe und wurde seinerzeit noch von Stephan Wiesel geändert.
Ebenfalls verbaut würde eine Motoratrappe und der Überrollbügel vom Accurate Miniatures McLaren M8, der auch einen Ölkühler spendete.
Feinmaschiges Gitter aus dem Werksshop deckte die Öffnungen für die Auspuffkrümmer ab.



Interieur und Getriebatrappe waren nun die letzten größeren Restpunkte auf der Liste.
Erstmal wurde der Fahrer angegurtet.
Der Werksfahrer Classic GT und Tourenwagen (heißt zwar so passt aber fast überall rein!) wurde ersteinmal in drei Schichten mattweiß angepinselt, dazu gab es den typsichen roten Streifen, dann safety first wurde er mit einem 4 Punkt Gurt in den Sitz gedrückt.

 

Eine leichte Arbeit gegenüber dem Armaturenbrett, hier wurde ein Teil aus der King Cobra verwendet.
Nach dem Glattschleifen wurde es matt schwarz angesprüht und dann mit Instrumenten Decals versehen, dazu gab es noch ein paar Löcher für die Schalter.
Das war Step1:

In Step 2 wurden dann die Instrumentenringe auf die Decals gelegt und jeweils mit einem Tropfen 2K-Kleber ausgefüllt.
Rund um die Ringe muss jetzt nochmal Klarlack in Seidenmatt aufgetragen werden

Sehr aufwendig wurde der Bau der Heckatrappe.

Hierfür habe ich aus 1,5mm Messingdraht eine Heckgestänge gelötet, also Halter für die Rücklichter dienten reste aus Fotoätzplatinen die um 90Grad gebogen ebeanfalls an die Heckatrappe gelötet wurden.
Ein Saksatsu Feuerlöscher mußte als Öltank herhalten.


Noch nicht ganz zufireden war ich mit der Ansaugatrappe, hier wurde Werksfolie in Streifen geschnitten un je Ansaugstutzen 2 Mal herumgewickelt.


Dann wurde alles restliche zusammengebaut und verklebt, fertig war, neben ein paar hier nicht beschriebenen Kleinigkeiten wie Reifenbeschriftungen der Lola, für weitere Bilder, einfach auf den Lola klicken!