Projekt Ford Mustang Trans-Am 1970

Durch den großen Zuspruch der DSC/NDSC gibt es schon mehrer kleinere Veranstaltungen wo bestimmte Fahrzeuge im Rahmen des DSC Reglements zugelassen sind, wie z.B die Le Mans Challenge oder die American Racing Days für Trans-Am und Can-Am Fahrzeuge.
Für ein Einladungsrennen soll dieser 70er Mustang in der Version des damaligen Trans-Am Meisters Parnelli Jones entstehen

Schwerpunkt in diesem Projekt werden das Interieur und die Karosseriearbeiten sein.

Was aus solchen Arbeiten werden kann zeigt der Bericht,-)))

Folgende Teile werden benötigt:

-Revell Monogram Bausatz 70er Mustang Street Machine
-Q-Model Fahrerfigur
-Motor Modern SW1 Classic
-Fox Motor
-Alu Felgen mit ca.15mm Innendurchmesser
-1 Paar Wieselreifen
-1 Paar Vorderreifen z.B. Scale Auto Classic
-Nicht im Bild:
-Motor Modern Lightwight Kit
-Werkskarosseriehalter Carbon
-Werksalumotorenhalter
-Trans Kit Mustang 1970

Der oben abgebildete Mustang Bausatz enthält die passenden Minilite Felgen in dem neueren Revell Bausatz (70 Mustang 2 in1) sind diese leider nicht enthalten.
Wer so einen Bausatz verwenden möchte kann sich die fehlenden Felgeneinsätze bei Phönix Racecars bestellen.

Reifen/Felgen

Die Bausatzfelgen werden mit Hilfe einer Drehbank auf 15mm abgedreht, mit Revell Nr. 90 lackiert und in entsprechende Sigma Felgen eingeklebt.
Die Reifen wurden hinten auf 26x13mm und vorne auf 25x6mm geschliffen.
Zu einem späteren Zeitpunkt werden die Flanken noch nassgeschliffen und mit Reifenbeschriftungen versehen.

Chassis:

Abermals kam beim Mustang das bewährte Motor Modern Classic zum Einsatz, zusätzlich wurde das neue Lightwight Kit bestehend aus U-Träger, V-Platte und Leitkielhalter verbaut, dadurch kann das Gewicht um 14gr. reduziert bzw. bei Montage von Gewichtsets bis zu 3mm weiter nach unten gebracht werden verbaut.
Ebenfalls zu sehen der Fox Motor, der vom neuen gefrästen Werks Aluhalter gehalten wird, Vorteil hier die bessere Wärmeabfuhr und größere Passgenauigkeit. 

Nicht im im Bild, aber ebenfalls verbaut wurde eine Heckgewicht, bestehend aus einem Carbonwinkel und einer Messingplatte. Das Gewicht wiegt ca.6gr und kann durch auflegen von Walzblei noch beschwert werden. Demnächst kann dieses Heckgewicht für 6€ im Werk erworben werden.

Interieur:

Das Interieur aus dem Bausatz wird unten entsprechend dem Platz den das Chassis benötigt gekürzt, zusätzlich muss im Heck eine Stufe für den Motor ausgesägt werden,



Die Öffnungen werden nach einer Anprobe mit 0,3-0,5mm dicken Polystrol verklebt

Nun hab ich euch schön gezeigt wie man so ein Interieur umbaut und was mache ich???

Ich verwende ein anderes, Stephan Wiesel hat nämlich für den 70er Mustang einen Trans Kit herausgebracht.
Zu bestellen ist es bei Jens Scaleracing und es bestand bisher u.a, aus Scheiben, Fahrer, und Interieur. Der Gewichstvorteil ist immens, zusätzlich und wichtigst sieht alles auch noch gut aus.
Warum bisher erfahrt ihr beim weiteren Lesen.

Ein neuer Überrollbügel war schnell gebogen und sogar ein tiefgezogenes originalgetreues Armaturenbrett ist vorhanden.
Das Interieur wird von unten oder außen mit grauer Farbe angemalt so kann später wenn man den Fahrer innen reinklebt keine Farbe abplatzen.
Als Farbe sollte man entweder Lexan oder Enamel Farbe nehmen. Diese sind elastisch und platzen nicht so leicht ab wie Acryl Farben.

Schwierig ist die Suche nach einem geeigneten Lenkrad, bei der Gunze Cobra Daytona wurde ich fündig, hier wurde auch gleich der Schaltknüppel akquiriert.
Die Speichen des Lenkrades wurden gebogen um den Look der tiefen Trans-Am Lenkräder zu erreichen und mit einem passenden Ring eines Resine Lenkrades verklebt.
Anschließend wurde der Kranz mit Resten aus Modellers Gurtmaterial umwickelt und mattschwarz angepinselt um die hell sichtbaren Klebränder unsichtbar zu machen.
Kleiner Wink an die Kleinserienhersteller: Mit Lenkrädern dieser Art sieht  es wirklich mau aus!.


Der passende Helm war schnell gefunden, dieser wird mit einem Körper demnächst auch als schon ausgefräster Werksfahrer für Classiker zu haben sein.
Parneli Jones fuhr einen weißen Helm, Brillen hatten die Trans Am Fahrer im allgemeinen nicht auf aber ein Tuch vor Mund und Nase um sich vor den Abgasen zu schützen wenn sie am Auspuffrohr des Vordermanns schnüffelten.


Angeschnallt wurde Parnelli mit den schon bekannten Modellers Gurten.

Für die Armaturen wurden Aluröhrchen zurecht geschnitten und mit eine wenig Spachtel aufgefüllt. Den Spachtel kann man nach dem Aushärten vor und zurückschieben.
Vor schieben zum bemalen und bedaceln und zurückschieben wenn er fertig ist, zum Schluss wird noch ein Tropfen Clear-Fix für das Glas aufgetragen 

 

Unten seht ihr dann das vollendete Interieur, um die Befestigung des Feuerlöschers nachzuempfinden wurden 2 schmale streifen 3m Folie zurecht geschnitten und um den Feuerlöscher gewickelt.

Karosserie:

Die Karosserie aus dem Bausatz trifft das Trans-Am Modell schon recht gut, jedoch können aus optischen-und slottechnischen Gründen ein Paar dezente Verbreiterungen nicht schaden.
Ziel ist es das Fahrzeug auf die in der DSC erlaubten 75mm breite Spurweite zu kommen und gleichzeitig die Karosserie ein paar Millimeter tiefer zu setzen.
Dafür werden zuerst die Kotflügel ein wenig ausgeschliffen, bei der Gelegenheit versetzt man natürlich die Radausschnitte einen Hauch nach oben.
Verwendet wird hierfür wird 0,3mm Polystrol, welches man vorher zweimal über die Tischkante zieht um es rund zu machen.
So ähnlich kennt man es ja vom einpacken der Weihnachtsgeschenken.
Das Polystrol wird mit Sekundenkleber in den Radausschnitt geklebt.

Wie man auf dem Foto sieht stehen die Verbreiterungen großzügig außen vor.
Mit der Nagelschere werden sie anschließend abgeschnitten, pro Seite sollte sie ca.1-2mm breiter als das Schlußendlich gewünschte Maas geschnitten werden.
Nun wird Spachtel auf die Verbreiterungen aufgetragen, hier empfiehlt sich Resine Pattern.
Es läst sich zwar nicht so gut schleifen wie herkömmlicher Spachtel, dafür ist es wesentlich stabiler. Sehr Stabil ist auch Sekundenkleber mit Backpulver,  erst wird Sekundenkleber auf die Naht zwischen Karosserie und Polystrol aufgetragen dann Backpulver drüber gestreut und nach 30 s mit einem Pinsel das überschüssige Pulver entfernt, das wiederholt man bis die gewünschte Stärke erreicht ist., Bei beiden Methoden muss aber mit Feinspachtel nachgearbeitet werden.

Unbedingt sollte man die Motorhaube umarbeiten die in beiden Bausatzausführungen nicht der Trans-Am Haube entspricht.
Mit 0,5mm Polystrol an den Seiten und 1mm in der Mitte wird das runde Loch zugeklebt und der Powerdome herausgearbeitet.

Nachdem die Radläufe mit 280er Schleifpapier vorgeschliffen wurden geht es an das Grundieren. 280er Körnung hört sich sehr grob an doch wie auf dem Foto zu erkennen ist das Resine entsprechend dick und ungleichmäßig drauf. Außerdem wird das Papier mit der Zeit stumpfer so das man nach ein paar Minuten eher mit "400er" schleift.

Zum Grundieren empfiehlt sich die Airbrush weil man an den Radläufen und an der Hauben gezielt ein wenig mehr Grundierung auftragen kann. So verschwinden kleinere Unebenheiten.
Alternativ kann man auch Gunze Resine Grundierung mit dem Pinsel auftragen und wieder abschleifen.

Nach dem Grundieren wird die Karosserie mit 400er Schmirgelpapier geschliffen, das Hauptaugenmerk liegt hier natürlich auf den gespachtelten Stellen (siehe Bilder oben und unten). Zusätzlich werden die Vertiefungen für die seitlichen Blinkergläser zugespachtelt und verschliffen.

Vor dem letzten Grundieren, das nicht nur als Haftvermittler zwischen Farbe und Plastik dient sondern auch dazu der Karosserie vor dem Farbauftrag einen einheitlichen Ton zu geben, wird die Karosserie mit 1000er Schleifvlies angeschliffen.

Stephan Wiesel zeigte sich so angetan von dem verbreiterten 70er Mustang das er ihn spontan abgoss und seinen Transkit, nun bestehend aus Karosserie, Interieur, Scheiben und Fahrer ergänzte. Bestellen kann man den Kit bei Jens Scaleracing
Das Werk ist natürlich sehr stolz darauf das der Resine Druide ein vom Werk erstelltes Modell für würdig genug hält in Kleinserie gefertigt zu werden.,-)))
Da das Urmodell nun selbstverständlich einen Ehrenplatz im Werksmuseum bekommt wird der weitere Zusammenbau mit der Resine Karosserie beschrieben und durchgeführt. Der Abguss ist in einer ausgezeichneten Qualität hergestellt worden.
Hier Urmodell und Abguss zum Vergleich:

Links das grundierte Urmodell, rechts die Resinekarosserie

Man braucht lediglich die Gussränder entfernen, die Karosserie, anschleifen und entfetten. Es waren keine Spachtelarbeiten notwendig , also ging es gleich zum Grundieren.

Beinahe hätte ich den schwarzen Streifen auf der Haube vergessen, der nicht als Decal beigefügt sind. Ebenfalls nicht vergessen darf man den schwarzen Bereich zwischen den Rückleuchten.

Nach dem Lackieren wurden die Scheibenrahmen und die Motorhaube vorne mit Chromfolie versehen.

Die Cady Decals ließen sich wie immer gut auftragen, wichtig ist das man auch die der 70er Version verwendet und nicht wie ich Anfangs die 69,-)))
Erst bei der Suche nach dem Parnelli Jones Schriftzug stieß ich auf die richtigen Decals.
Da die Decals nicht sehr großflächig waren brauchte man kaum mit Weichmacher zu Arbeiten, aufpassen musste man nur das die roten Umrandungen für die Zahlen richtig saßen.

Nach zwei Tagen Trocknungszeit gab es insgesamt 3 Schichten Mipa 2k-Lack der ja mittlerweile bekannt sein sollte,-)))

Hier noch mal ein Foto welches den Glanz des 2k-Lack verdeutlicht, was im Lack schimmert sind keine Unebenheiten sondern die Gardine am Fenster!!!
Anstatt einen Spiegel kann man auch ein Mipa lackiertes Auto verwenden!
Wer auf solchen Glanz nicht abfährt kann ihn mit entsprechenden Polierpasten stumpfer machen.

Nachfolgend wird die Karosserie mit dem Kühlergrill, der Heckstosstange und den Scheiben bestückt.
Das Kühlergrill wird mit Gunze Mattschwarz an gemalen, vor dem aushärten wird die Farbe an den Chromspeichen des Grills mit Waschbenzin und einem Lappen vorsichtig wieder abgewischt.

Die Scheiben waren ein Kinderspiel, großes Lob hier an Stephan Wiesel, noch nie hatte ich einen Resine Kit bei dem die Scheiben so easy eingeklebt werden!!!
Man braucht sie nicht einmal passend, sondern 2-3mm größer zuzuschneiden, von innen streicht man 2k-Kleber in den Scheibenrahmen, dann werden die Scheiben ebenfalls von innen einfach reingelegt und angedrückt.
An der Windschutzscheibe wurde noch ein Streifen 3m(3 "em" nicht 3 meter,-))) Folie aufgeklebt um den Sonnenschutz zu imitieren den das Original ebenfalls hatte.

Schlussendlich wurde die schon bekannte Hochzeit (siehe auch Porsche 911Gt198) vorgenommen und die Karosserie noch mit Foto geätzten Haubenverschlüssen versehen.

Die Reifen wurden noch mit Beschriftungen gesupert und die Felgenschrauben farblich gemacht fertig ist das Endprodukt.

Am17.04 wird der Mustang bei den American Racedays in Kiel offizielle Rennpremiere haben.
Weitere Bilde rund technische Details findet ihr hier.