bbbDodge Nascar Nr. 9,bbb
der Einstieg ins Scaleracing!

Hier gehts es direkt zur Beschreibung für den Bau des Lexaninletts!!!!

Für viele Einsteiger in den 1/24 Bereich stellt sich die Frage: Mit was für einem Modell beginne ich meine Modellbau Slotracing Karriere???

Auch viele Clubs die in 1/24 Klassen oder eine neue Klasse einführen wollen starten wollen, fragen sich:Was wollen wir nun fahren???

Stöbert man im Internet auf den zahlreichen Clubwebseiten, waren es früher die Klassen mit Lexankarosserien und Plastik Chassis, wie Whitepoint, Carrera oder Racegold.

Doch diese Chassis brauchen teilweise sehr viel Mühe und Feintuning, um sie richtig schnell zu machen. Deshalb können sie nicht mehr als Einsteigerklassen bezeichnet werden, denn zur Einsteigerklasse gehört, nicht nur ein Auto schnell und einfach bauen zu können, sondern dieses sollte auch mit wenig Aufwand einigermaßen konkurrenzfähig sein. Denn wenn der Neuling mit zu großem Abstand dem Feld hinterher hechelt verliert er sehr schnell die Lust.

Wer ist schon gerne der Minardi Fahrer?

Also ist es ebenfalls wichtig das Reglement so zu gestalten, das wirklich nur ein gewisses Tuning erlaubt ist.

Am einfachsten wird diese erreicht wenn man die zu verwendeten Teile vorschreibt.

So hält sich der Fahrzeugpreis für einen Boliden auch im Rahmen, wenn jemand neu mit dem Hobby beginnt, hat er schließlich mit Regler und Werkzeug schon einige Anschaffungen zu tätigen.

Mehrere Clubs fahren ihre Einsteigerklassen nun mehr mit Metallchassis und Hartplastikkarosserien.

Die größere Passgenauigkeit gegenüber den Plastikchassis schränkt die Möglichkeit des Feintuning aus bzw. macht dieses unnötig.

Hartplastikkarosserien werden von vielen gewünscht, weil man vielleicht eher seinen Traumwagen realisieren kann und diese Fahrzeuge doch noch schöner wirken als Lexankarosserien.

Beispielhaft für diese Klassen sind die Ferrari Challenge beim SRC Köln und in Hamburg der Porsche Cup, wo nur Fahrzeuge der jeweiligen Marke eingesetzt werden dürfen.

Doch einige Porsche und sicher auch einige Ferraris brauchen relativ lange bis zur Fertigstellung, außerdem könnend die hier vorhandenen Spiegel und Spoiler beim Neueinsteiger nur allzu leicht schaden nehmen.

Einige Clubs führen auch Rennen mit gestellten Autos durch, die in Spurfarbe lackiert auf den selbigen bleiben, während nur der Fahrer nach Ablauf der Fahrtzeit eine Spur weiter rutscht.

Eine sehr gute Idee um neue Interessenten an die Clubs zu binden und ihnen die Möglichkeit für ein paar Proberunden zu geben.

Doch die meisten wollen gerne am eigenen Boliden basteln und ihn nicht nur wie das Fahrervorbild fahren, sondern auch den Wagen, wie ein richtiges Rennteam, einsetzen.

Diese drei Punkte: Bau, Abstimmung und Fahren machen einen großen Teil der Scaleracing Faszination aus.

Was also zuerst bauen? Welches ist die beste Einsteigerklasse?

Zuerst einmal eine Zusammenfassung der Anforderungen die diese erfüllen sollte:

Preis fürs fertige Auto: <90€

Wenig Bauzeit= schnell Freude am Fahren

Keine leicht abfallenden Teile/Stabile Karosserien

Eingeschränkte Tuningmöglichkeiten

Realistische und detaillierte Optik

Welches Reglement oder welche Fahrzeugklasse hier die geeignetste ist, darüber lässt sich sicherlich streiten.

Der Nördlichste Slotracing Club, der SRC Northland)hat für mich persönlich die beste Einsteigerklasse im Programm.

Dort werden Nascar Karosserien auf Sakatsu Stockcar Chassis gefahren.

Im Reglement haben die pfiffigen Nordlichter gleich verankert, welche Teile überhaupt verwendet werden dürfen.

Im Werksshop erhaltet ihr zahlreiche Nascar Komplett Kits, da sind alle Komponenten enthalten udn es läßt sich beid iesen Komplett Kits eine Menge Geld sparen

Da im Sakatsu Chassis auch die Felgen und Reifen vorhanden sind braucht man außer Farbe und Klebstoff keine weiteren Anschaffungen zu tätigen.

Die Nascar Bausätze verfügen weder über Außenspiegel, noch über gefährdetes Spoilerwerk.

Außerdem sind sie bis auf die gut zu befestigende Motorhaube einteilig.

Nachfolgend wird der Aufbau eines solchen Fahrzeugs beschrieben, so wird der geneigte Leser erkennen das diese sehr wenig Bauszeit benötigen.

Greift man auf die recht hübschen vorlackierten Pro Finish Karosserien zurück, kann man die Bauzeit nch weiter verkürzen, leider sind diese Karosserien etwas teurer.

Doch dies könnte eventuellen Ärger vermeiden, denn nicht jeder hat geeignete Lackiermöglichkeiten und Sprühnebel in der Wohnung war noch für keinen Hausfrieden vorteilhaft.

Noch mal zurück zum Reglement.

Als Bodenfreiheit gelten die üblichen 0,8mm als max. Spurbreite sind 77mm zulässig, so hat man keinen Vorteile wenn man auf den etwas breiteren Dodge zurückgreift. In der Seitenansicht müssen die Räder komplett zu sehen sein, so kann keiner seine Karosserie zu niedrig setzten.

Für die realistische und detaillierte Optik sorgt der einfach zusammenzubauende Innenraum.

Da das Sakatsu Chassis im Bereich des Interrieurs sehr flach baut ist es nicht notwendig etwas vom Interieur unten  wegzuschneiden und durch Polystrol zu ersetzen, geschweige denn nach dem Reglement erlaubt. Lediglich für den benötigten Platz des langlebigen V8 Motors ist es nötig und erlaubt einen Ausschnitt im Interrieur zu machen, dieser darf mit Polystrol abgedeckt werden.

Leider wird dieser Motor nicht mehr Produziert, nun liegt den Chassis ein F10 Motor bei der etwas kleiner baut.

Durch die recht hohe Passgenauigkeit des Chassis ist Feintuning nicht nötig , das was man tun muss und darf wird nun beschreiben:

Übrigens: Eins der Rennen mit den Nascars ist das Higlight der Saison immer am letzten Juni Samstag findet das Northland 500 statt zu dem sogar Teilnehmer aus Schweden anreisen.

Im Westen hat sich mit dem Nextel Cup eine ganze Serie ausgebreitet und im Süden fahren 4 Clubs eine Rennserie mit diesen Autos.

Chassis:

Verwendet werden darf lediglich das Sakatsu Stockcar Chassis.

Freigestellt sind die Motorkabel, Leitkiel, Schleifer und Achsdistanzen.

Als Schleifer kann man auf etwas dickere zurückgreifen, die Serienmäßigen tun es aber genauso gut, das Motorkabel sollte man gegen Silikonkabel auswechseln, da diese weniger bruchempfindlich sind.

Ggf. sollte der Leitkiel ausgetauscht werden, die üblichen Jet Flags lassen sich mit der Mutter besser befestigen wie die Sakatsu Leitkiele

Die Messinglager der Hinterachse sollten eingeklebt und bei Bedarf ausgerichtet oder mit einer Reibahle aufgerieben werden.

Die Achse sollte in den Lagern leicht bei wenig Spiel freilaufen, die Vorderachse darf mehr Spiel haben

Ebenso können bei Bedarf die Lager an der Vorderachse aufgeahlt oder mit Schmirgelpapier leicht vergrößert werden.

Beim Kauf des Chassis sollte man sich mit einer Schieblehre bewaffnen, leider kommt es ab und an vor das die Hinterachsaufnahmen rechts und links verschieden hoch sind.

Die Höhe kann man bei diesem Chassis im Gegensatz zu Motor Modern, Schöler oder Plafit Excel nicht einstellen.

Beim Fahren macht sich ein Höhenunterschied von 0,3mm allerdings nicht bemerkbar, anscheinend gleichen die weichen Moosgummireifen dies aus, bei härteren Vollgummipneus kann sich dies schon eher bemerkbar machen.

Als Reifenbreite sind vorne mind.8mm und hinten max. 13mm vorgeschrieben.

Die Sakatsu Felgen messen zwar 13mm Breite doch dies sollte niemanden hindern die Lauffläche der Reifen vorne nur 8mm breit zu machen.

In den neuen Kits (mit F-10 Motor) liegen vorne 8mm breite Felgen bei.

Vorne können die Reifen aus dem Standmodell Bausatz oder die vom Chassis verwendet werden, wobei letztere empfehlenswerter sind.

Die hintern Moosgummireifen sind weich und lange haltbar.

Um das Handling des Fahrzeuges zu verbessern oder um heruntergefahrene Pneus zu ersetzen kann man auf Werksreifen Gr.3 zurückgreifen.

Die Reifen sollten vorne auf 26-26,5mm und hinten auf ca. 26,5-27mm geschliffen werden. So hat man eine Bodenfreiheit von ca. 1,2mm.

Das Auto liegt noch nicht zu hoch und die Reifen können entsprechend lange gefahren werden.

Als Übersetzung hat sich die beim Chassis beiliegende Kombination von 10/40 zumindest auf Holzbahnen bewährt. Gerne wird nun auch mit 11/44 gefahren.

Wie immer bei Plastikzahnrädern sollte die Motorwelle angekerbt und das Ritzel mit Sekundenkleber verklebt werden.

Einzig mühevolle Arbeit beim Bau eines Nascars ist es die Bausatzfelgen in Einsätze für die Alufelgen umzuarbeiten. Abhilfe schaffen hier die passenden Nascar Felgeneinsätze aus dem Werksshop.

Die Plastikfelgen müssen hierfür auf ca,16,5mm abgedreht werden.

Dies geht natürlich am besten mit einer richtigen Drehbank, leider hat so was nicht jeder im Keller beziehungsweise einen Bekannten mit einem solchen Gerät.

Daher muss man sich oftmals mit einer Reifendrehbank oder Bohrmaschine helfen. Wichtig hierbei: Die Drehzahl klein halten und das Plastik nicht zu heiß werden lassen.

Nachdem wir nun den richtigen Radstand des Chassis eingestellt, die Felgen entsprechend lackiert und alle oben beschriebenen Arbeiten ausgeführt haben ist das Chassis schon fertig.

Zum Rennen sollten die Lager mit Blue Wonder geölt werden, den Schleifern hilft vorm Start ein wenig Voodoo(Holzbahnen) auf die Sprünge.

Wer möchte kann die Reifen noch mit Reifendecals verschönern. Diese sind meist bei den Bausatz Decals enthalten und sollten nach dem trocknen mit einer Schicht Klarlack, am besten Gunze Klar Matt aus dem Gläschen geschützt werden.

Karosserie:

Manchmal hat man das Pech das die Revell Karosserien leicht verzogen sind, Revell hat das Problem erkannt und schafft mit dickeren Karosserien Abhilfe.

Das Argument, das auch die Ovalfahrzeuge schief seien zählt hier nicht, Ursache scheint hier eher die Produktion oder Lagerung zu sein.

Mit einem Fön oder heißen Wasser lassen sich diese aber wieder richten.

Bis auf die Motorhaube sind diese Bausätze zum Glück meist einteilig, bei einigen(älteren Chevy) muß die Frontschürze zusätzlich angeklebt werden.

Da die Profinish Karossen lediglich mit den beiliegenden Selbstklebebilder komplettiert werden müssen wird hier nur auf die normalen zu lackierenden Bausätzen eingegangen.

Nachdem die Haube mit Polystrol Kleber befestigt wurde wird die Karosserie mit 2000er Körnung angeschliffen, entfettet und entsprechend dem Vorbild lackiert.

Bei dem abgebildeten Dodge wurde Tamiya Rot verwendet.

Nach dem Trocknen(min. 24h) kann mit dem Aufbringen der Decals begonnen werden.
Arebietet man mit Auto Basislacken kann schon nach ca. 30 minuten mit dem decaln begonnen werden.

Die Revell Decals sind im Gegensatz zu Tamiya Decals nicht ganz so leicht zu verarbeiten, sie scheinen etwas dicker und legen sich nicht ganz so gut um die Rundungen der Karosserie.

Mit Hilfe entsprechender Weichmacher und einem Fön geht es aber recht gut.

Wer jedoch ein Fahrzeug mit großflächigen Decals bauen möchte wie z.B die Valvoline Version sollte lieber ein wenig Geld ausgeben und sich entsprechende Decals aus dem Zubehörbereich bestellen, im Werksshop finden Sie über 100 verschiedene Decals.

Nach dem Trocken der Decals geht es an die für die Optik wichtigste Arbeit: Die Klarlackierung!!

Die Klarlackschicht schützt die Decals vor Beschädigungen und sorgt für einen schönen Glanz der Lackierung.

Für geübte empfiehlt sich hier 2k-Lack z.B von Mipa, wie der verarbeitet wird sehen Sie hier.

Einfacher und billiger geht es mit Gunze Klarlack aus der Sprühdose.

Wichtig ist es hier, ohne Scherz, die Dose schütteln bis der Arzt kommt! Die auf den Dosen abgegebenen 2 Minuten sind wirklich nötig um Verdünner, Lack und Treibmittel optimal miteinander zu vermischen.

Schüttelt man zuwenig kommt zuviel Verdünner heraus und zerstört die empfindlichen Decals.

Die erste Lackschicht sollte man sehr vorsichtig und dünn auftragen, nach mindestens 2 Stunden Wartezeit kann man die zweite Endschicht aufsprühen, hier wird der Lack so dick aufgetragen, bis die Karosserie gleichmäßig glänzt.

Wie bei vielen Dingen ist auch hier Gefühl und Erfahrung gefragt.

Nachdem der Klarlack ausgehärtet ist muss nur noch die Scheibe eingeklebt werden, bei einigen Modellen hat Revell den Rahmen schon geschwärzt, ansonsten muss man dies mit Pinsel und schwarzer Farbe selbst erledigen.

Die Scheiben sollten mit 2k-Kleber eingeklebt werden, denn dieser löst nicht den Lack an.

Interieur:

Das Interieur lässt sich sehr einfach zusammenbauen.

Man klebt die Bodenplatte, die Vordere Schottwand, den Überrollbügel, die Hutablage und das Armaturenbrett mit Polystrolkleber zusammen.

Die Bodenplatte wird vorne vor der Schottwand gekürzt.

Hinten wird sie ebenfalls gekürzt. Ferner muss mit einer Dremmel und einem kleinen Kreissägeblatt im hinteren Bereich die Grundplatte so eingeschnitten werden, das der Motor Platz hat.

Nun sollte man kontrollieren ob Karosserie, Chassis und Interieur zusammenpassen.

Eigentlich ist es nur im Bereich des Motorausschnittes knapp, dieser muss ggf. vergrößert werden.

Anschließend wir dieser Motorraum mit Polystrolplatten abgedeckt.

Um Gewicht zu sparen kann man von unten die dicken Stellen des Interieurs mit einem Cuttermesser oder mit der Dremmel ein wenig kürzen.

Das fertige Innenleben wird nun entsprechend lackiert.

Beim Fahrer muss man meist den Winkel der Arme an die riesigen Nascar Lenkräder anpassen.

Um den fertigen Fahrer nachher an seinen Platz zu bekommen ist es am einfachsten das oberer Querlaufende Rohr des Überrollbügels wegzuschneiden.

Das fertige Interieur wird nun von innen in die Karosserie geklebt(2k-Kleber)

Hochzeit:

Beim Sakatsu Chassis erfolgt die Karosseriebefestigung mittels Messingplättchen.

Eins befindet sich vorne, eins hinten oder aber optional 2 vor der Hinterachse seitlich.

Diese Plättchen sind mittels Passschrauben am Chassis befestigt.

Bei Passschrauben geht das Gewinde nicht bis zum Schraubenkopf sondern endet vorher, dadurch hat man die Entkoppelung zwischen Karosserie und Chassis, welche die Federung eines Slotcars darstellt

Für die Hochzeit sollte man die Passschrauben gegen normale Schrauben austauschen

Beim Chassis ist einer harter Moosgummiklotz vorhanden, dieser wird entsprechend der gewünschten/geforderten Karosseriehöhe zurechtgeschnitten.

Die beiden Klotze(vorne und hinten) werden auf die Messingplättchen des Chassis geklebt.

Als Kleber eignet sich 2 Komponenten Epoxi Kleber oder Pattex Stabelit am besten.

Die Klötze werden nun dem Inneren der Karosserie angepasst, wenn man aus versehen zu viel wegschneidet, empfiehlt es sich ein Stück weiches Moosgummi auf das Harte zu kleben.

Das hat auch den Vorteil das die Klebestelle bei einem Crash nicht so stark belastet wird, weil das weichere Moosgummi besser dämpft.

Die Karosserie wird dann ebenfalls mit Stabelit oder Epoxikleber auf das Moosgummi geklebt.

Nach einer genügenden Aushärtezeit, eine Nacht auf der Heizung ist immer empfehlenswert, werden die normalen Schrauben wieder gegen die Passschrauben getauscht.

Zur Veranschaulichung noch mal ein Bild vom inneren der Karosserie samt Haltern

Fertig ist unser Nascar Renner!
Weitere gibt es hier zu sehen!