Projekt Corvette CR5 Le Mans:

Ende 2001 kam Revell mit der Corvette CR5 in der Sebring Version auf dem Markt.
Anfang 2002 folgten von Revell-Monogram die Le Mans und Daytona Versionen.
Dieser Bausatz ist aufgrund seiner einteiligen Karosserie hervorragend fürs Slotracing geeignet, leider traf Revell die Proportionen nicht ganz doch dazu später.

Hier ein Bild von den benötigten Teilen:

-Revell Bausatz

-Motor Modern Classic

-Fox Motor

-Sakatsu BBS Felgen

-Werksreifen Moosgummi Größe 2

nicht im Bild: Q-Model Fahrerfigur, Getriebe, Carbonachse

Anfangs begeistert von dem Bausatz machte sich Enttäuschung breit, denn die Proportionen stimmten leider gar nicht, die Karosserie war hinten zu hoch und die Halter des Heckspoilers waren zu kurz.

Wie man auf dem Bild dieser Gelb lackierten Corvette erkennen kann, ist gerade der Bereich über dem hinteren Radlauf zu hoch, dies haben Hersteller von 1/32 Fahrzeugen wie Fly deutlich besser gemacht.

Deswegen entschloss ich mich die Karosserie umzuarbeiten, sie wurde an den Seitenschwellern abgeschnitten und der Bereich der Türen gekürzt, anschließend wurden die Schweller wieder angeklebt und die hinteren Radläufe ausgefräst.

Zusätzlich wurden die Heckspoiler Halter verlängert.

Hier die Ergebnisse an Hand des schon 3 Farbig lackierten Bodys, zum Abkleben verwendete ich Tamiya Masking Tape, als Farben wurden Gunze Farben, diese Farben darf man aber im abgeklebten Zustand nicht im warme Räume wie einen Heizungskeller stellen, die Farbe wird weich und das Tape bzw. der Kleber hinterläßt dann unschöne Spuren.
Besser man verwendet Automobil Basisfarben.

Zum Vergleich noch mal die beiden Karosserien nebeneinander

Hier noch mal ein Bild der abgeklebten Corvette, zum Schluß wurden die Scheibenrahmen schwarz lackiert, oben, rechts und links kann man das auch ohne abkleben machen, unten sollte man auf alle Fälle abkleben. Bei dem Corvette Bausatz der Le Mans Version sind die Rahmen bei den Scheiben integriert, bei diesem Bausatz in der Karosserie.

Nobody is Perfect, beim genauen Bilder Studium sah ich das auch der vordere Scheibenrahmen Schwarz zu machen sei, statt noch mal abzukleben wurde das mit Pinsel per Hand gemalt, was mit Gunze Farbe sehr gut geht.

Kommen wir nun zum Chassis:

Das Bild zeigt das fertig eingestellte Motor Modern Classic und den schon geschliffenen Reifen die auf den Sakatsu Felgen montiert sind.

Die Reifen sind auf 26x6mm (vorne) und 26,5x13mm(hinten) zurechtgeschliffen. Als Übersetzung wurde vorerst 10/36 mgewählt, wodurch man auf 23,1mm zurückgelegte Wegstrecke pro Motoren Umdrehung kommt. Gut zu erkennen ist das der Motor genau zwischen den Hinterachslagern sitzt, Dadurch hat man beim Sidewinder maximalen Platz für das Interieur.

Die Vorderachse ist aus Carbon , mit ihr spart man ca 2,3 gr gegenüber einer Stahlachse.

Der U-Träger, an dem die Karosseriehalter befestigt sind, ist ein in der Entwicklung befindliches Tuningteil, dazu bei Marktreife später mehr.

Das war es vorerst fürs Chassis, man könnte zwar Seitenlang übers Tunen schreiben, aber dies soll zum einen ein grober Überblick sein und zum anderen will ich mir was für weitere Projekte aufbewahren.

Kommen wir also zum Interieur

Dies ist bei der Corvette zwar etwas schwieriger zu bewerkstelligen wie bei Mittelmotor Autos wie z.B dem  Porsche 911GT1 ,aber die Arbeit lohnt sich denn ein komplettes Interieur macht erst den richtigen Scaleracer aus. Selbstverständlich können auch Autos mit Lexanfahrer-Büste gut aussehen. Die Bauteile aus dem Bausatz werden zusammengeklebt und entsprechend den Platzbedürfnissen des Motors und des Chassis zurechtgeschnitten. Mit Polystrolplatten werden eventuelle entstehende Löcher wieder abgedeckt

Anschließend noch mal ein Foto vom Profil des Interieurs, gut zu sehen die Hintere Stufe für den Motor.

Die Q-Model Fahrerfigur wurde dem Sitzangepasst, angemalt, bedecalt und mit Modellers Gurten angeschnallt, der Helm bekam ein neumodisches Visier.

Zusätzlich sind der Überrollbügel, ein Feuerlöscher, die Elektronikeinheit und ein paar Details im Heckbereich installiert

In der folgenden Ansicht sieht man noch mal das Interieur auf dem Chassis, könnte fast als Kart durchgehen ,oder?

Die Decals aus dem Revell Bausatz sind leider nicht komplett, glücklicherweise konnte ich mir mit zwei Studio 27 Decal Bögen weiterhelfen. Aus diesen Bögen lassen sich noch diverse Versionen bauen u.a die aus Texas dort trat die Corvette getigert an.

Die Revell Decals ließen sich sehr einfach auftragen und brauchten keinerlei Weichmacher, was ungewöhnlich ist, vor allem die Nascar Decals sind sehr unflexibel.
Gleichzeitig wurden die zahlreich angedeuteten Nieten und die Haubenverschlüsse Silber an gemalen.
Abschließend noch mal die Corvette vor dem Klarlacken von beiden Seiten, solche Bilder laden immer dazu ein 5 min vor dem Model zu sitzen und sich am erreichten zu erfreuen.

Nun geht es ans komplettieren, Scheiben, Spiegel und Glasteile müssen verklebt werden.
Außerdem wird der Body mit dem Chassis verbunden, wie das im einzelnen geht seht ihr hier.
Hier ist der Renner nun schon fast fertig, beim ersten Einsatz gab es leider nur 16 Punkte weil noch die Bremsscheiben und Reifenbeschriftung fehlte. Der 3. Platz beim ersten Rollout war dagegen sehr zufriedenstellend, schließlich lief das Auto vor dem Rennen nur ca.10 min.

Sieht schon fertig aus, ist es aber noch nicht, beim nächsten Mal endet das Corvette Projekt, dann zeige ich euch noch wie man Bremsscheiben so im Auto verbaut ,das die Bremssättel stehen bleiben.

Der Trick mit den Bremssätteln:

Eigentlich eine ganz einfache Sache die nur mit Sakatsu oder den neuen Motor Modern Felgen funktioniert.

In den Vorder- und in den Hinterachshalter werden ca. 1mm große Löcher gebohrt.
Durch diese Löcher wird Federstahl-oder Messingdraht gesteckt und entsprechend gebogen.

Die Bremsscheibe aus dem bausatz wird innen so weit aufgebohrt das sie über die Nabe der felge passt, da die Sakatsu Felgen mit 8mm eine recht dicke Nabe haben ist es sinnvoll diese abzudrehen.

In den Bremssattel wird ein Loch gebohrt, auf den passend gekürzter Federstahldraht aufgeklebt. Vorher sollte man die Felgen montieren und kontrollieren ob nichts schleift
Ebenso muss der der Federstahldraht in den Achshaltern eingeklebt oder gelötet werden.
Die Madenschraube der Felge muss man zur Montage leider meist herausnehmen

So nun ist nach langer Bauzeit die Corvette endlich fertig, in ihren Renneinsätzen konnte sie einen 2. Platz in Kiel und einen 3. in Wolfsburg verbuchen. Komplett fertiggestellt wurde sie auch noch mal der NDTSW Concours Jury vorgestellt. Die maximal möglichen 20 Punkte waren eine schöne Belohnung für die viele Arbeit beim Bauen.

Zum Abschluß noch mal eine kleine Makro Aufnahme derFelge